New Crest Chef: Australischer Dollar wird uns killen

Greg Robinson, Chef des australischen Minenkonzerns Newcrest Mining, hat die Performance des Aktienkurses seines Unternehmens gegenueber der zunehmenden Kritik seitens Analysten und Investoren zuletzt verteidigt. Trotz eines hohen Goldpreises kommt die Aktie kaum vom Fleck, was laut Robinson daran liege, dass der hohe Aussenwert des australischen Dollars sein Unternehmen langfristig toeten werde. Australiens produzierendes Gewerbe geraet generell immer staerker unter Druck, was auch zu einem Jobabbau bei dem Aluminiumkonzern Alcoa beitragen wird.

Wie The Australian Financial Review berichtet, hielt Robinson eine Konferenz mit Analysten und Investoren in Hongkong ab, in deren Rahmen er mitteilte, dass der S&P/TSX Global Gold Index im vergangenen Jahr nur noch zu 54% mit der Entwicklung des Goldpreises korreliert habe. Die Korrelation des FTSE Gold Mines Index zum aktuellen Goldpreis habe hingegen bei lediglich 41% gelegen. Laut Robinson spiegele der aktuelle Aktienkurs seines Unternehmens einen Goldpreis von lediglich $1.100 pro Feinunze wider, wohingegen eine Feinunze Gold im heutigen Morgenhandel mit rund $1.680 bewertet wurde.

Der extrem gestiegene Aussenwert des australischen Dollars, kontinuierlich steigende Energiepreise und kletternde Arbeitnehmerkosten wuerden sich negativ auf die Bemuehungen des Goldproduzenten auswirken, die eigene Produktivitaet zu steigern. Sollte der australische Dollar gegenueber anderen Waehrungen weiter im Wert zulegen, koennte diese Entwicklung dazu beitragen, sein Unternehmen irgendwann zu killen, wie Robinson weiter ausfuehrte.

Unterdessen hat sich Australiens Industrieminister Combet mit den Mitarbeitern des Konzerns Alcoa in der Hauptstadt Canberra getroffen, um Gespraeche ueber die Zukunft der Geelong Werks zu fuehren. Der starke australische Dollar und der um 20% eingebrochene Preis fuer Aluminium bedrohen die Jobs von insgesamt 600 Arbeitnehmern in der Aluminiumschmelze des Konzerns in Port Henry. Laut Alcoa fuehrten die momentanen globalen Bedingungen dazu, dass das Werk in absehbarer Zukunft nicht mehr profitabel arbeiten koenne. Alcoa muesse sich im aktuellen Umfeld um eine Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfaehigkeit und Kostensituation bemuehen.

Die Mitarbeiter des Werks seien sich laut Aussagen der Gewerkschaft in den letzten neun Monaten ueber die Probleme in Port Henry bewusst gewesen. Zu den Problemen trage vor allem der bestaendig steigende Australdollar bei. Auch viele andere Firmen des produzierenden Gewerbes in Australien gerieten aufgrund der Lage an den globalen Devisenmaerkten in immer groessere Probleme, was unweigerlich zu einem anhaltenden Jobabbau beitragen werde.